1000 Gesichter für Team Kretschmer (CDU) und ein Skandal?

 

Zu Beginn des Wahlkampfes zur Landtagswahl in Sachsen 2019 rief Michael Kretschmer, amtierender Ministerpräsident unseres schönen Freistaates 1.000 Bürger auf, sich mit Foto zur CDU Sachsen zu bekennen. So konnten sich Bürger auf der Webseite https://losmachen.teamkretschmer.de/ ein Foto von sich hochladen um auf den Wahlplakaten der CDU Gesicht zu zeigen.

Wer auf dem Plakat, der Webseite und dem Video auf der Webseite von Kretschmer genau hinschaute, entdeckte dabei auch Thomas Witte. Er ist Vorsitzender der „Heimattreue Niederdorf e.V.“. Natürlich wurde dies auch von unserer „Lieblingsjournalistin“ Katrin Neumann von der „Freie Presse“ aufgegriffen. Wie im heutigen Artikel (https://www.freiepresse.de/erzgebirge/stollberg/wie-ein-rechtsextremist-auf-ein-cdu-wahlplakat-kam-artikel10579261) zu lesen ist, ist dies der CDU Sachsen wohl peinlich. So distanziert sich Generalsekretär Alexander Dierks von Thomas Witte und von ALLEN Aktivitäten des Vereines. Schauen wir auf die Aktivitäten des Vereines, dann verwundert diese Aussage schon. So findet jedes Jahr im Dezember ein Hutzenabend mit ausländischen Studenten statt. Am kommenden Wochenende veranstaltet der Verein bereits zum vierten Mal das Kinderzelten. Dazu werden Kinder aus der Umgebung eingeladen, die Natur zu entdecken. Weitere Veranstaltungen waren die Unterstützung anderer Vereine wie dem Chemnitzer Polizeisportverein zum Fußballfest der Junioren, Liedernachmittage für Senioren, oder Einladungen von Politiker aller Parteien. So besuchten Kandidaten  von SPD, FDP und auch der CDU mit Rico Anton bereits den Verein.

Wie konnte aber nun passieren, dass Thomas Witte auf dem Plakat erscheint? Er hat sich mit vollem Namen und seiner privaten E-Mailadresse angemeldet. Diese E-Mailadresse ist selbst dem Verfassungsschutz in Sachsen bekannt, da Thomas Witte mit genau dieser mit dem VS kommuniziert.

Warum aber hat sich Thomas Witte eigentlich angemeldet? Wir haben nachgefragt:

„Politiker unserer Zeit laufen nur noch mit erhobenen Zeigefinger durchs Land und erklären was andere falsch gemacht haben. Das man sich informieren muss und das dies doch nicht zu viel verlangt sei. Als mir im Internet die 1000 Gesichter Kampagne angezeigt wurde, wollte ich den Beweis antreten. Mit meiner privaten Klarnamen Mailadresse und meinem
Profilbild von Facebook meldete ich mich an. Erstaunt wie schnell die Bestätigung kam, wartete ich ab, ob ich auf den finalen Plakaten erscheine; es klappte.
Wie sagte eine Politiker über den CPSV und die Diakonie. Jeder Bürger kann den Verfassungsschutzbericht lesen und kann sich informieren mit wen er zusammen in Erscheinung tritt und sich einlässt.

Ja es ist immer einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Die sächsische CDU: erst Polizei, Handwerk und den ländlichen Raum eindampfen und nun zur Wahl das Gegenteil fordern.“

Ein Kommentar

  1. Glückauf und und danke für diesen Lacher zum Wochenendauftakt. Da hat der Herr Witte sich schon zu Sachsen bekannt, ist dem Aufruf seines „Landesvaters“ gefolgt, hat „Gesicht gezeigt“ für sein Heimatland – und jetzt es ist doch falsch. Es gibt nämlich „Sachsen Erster Klasse“ und „Sachsen Zweiter Klasse“. Erstere sind natürlich die „Lieben“, die dankbar den weisen Worten des Großen Vorsitzenden lauschen – und dankbare Untertanen waren in Deutschland bei den Herrschenden immer schon beliebt. Letztere sind die „Bösen“, die die Dreistigkeit besitzen, sich eine eigene Meinung bilden zu wollen oder sogar zu widersprechen. Wo kämen wir denn hin, wenn das Denken und Reden einfach so frei wären! Das dürfen die doch nicht!
    Damit das so bleibt, gibt es in Deutschland den Gesinnungs-TÜV: das ist der politische Inlandsgeheimdienst (nichts anderes ist der „Verfassungsschutz“), an dessen Spitze jeweils ein Innenminister einer der etablierten Parteien sitzt. Ist ein bißchen so, als ob in einer Stadt der jeweilige ALDI-Filialleiter darüber zu entscheiden hätte, ob man beim LIDL einkaufen gehen darf oder nicht.
    Die verkniffene und aufgeregte Reaktion der CDU und der Freien Presse spricht Bände. Immer interessant, wie schnell sich doch Herrschende selber demaskieren. Denn eines haben die Herrschenden von heute mit den Herrschenden der DDR gemeinsam: Humorlosigkeit und Verbiesterheit. Von Witz und Humor fühlen sie sich bis aufs Messer provoziert. Also, Herr Witte, alles richtig gemacht!

     

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