Marco Wanderwitz: Mindestlohn ist Unternehmerfeindlich

Wanderwitz
 

Marco Wanderwitz, Bundestagsabgeordneter der CDU gab dem “Wochenendspiegel” ein Interview. Dort nannte er den Mindestlohn als “…unternehmerfeindlich und lebensfremd..”. Wanderwitz zeigt in diesem Interview wieder ganz klar, dass für ihn der “kleine Mann” in seinen politischen Entscheidungen keine Rolle spielt. Er ist ein Abgeordneter der Unternehmer. Er will lieber dern Unternehmen mehr Lohnzuschüsse zuschanzen, damit in Folge die Gewinne der Unternehmen steigen. Doch was haben die vielen Mindestlohnempfänger von einem höheren Gewinn der Unternehmen?  Welches Unternehmen musste nur auf Grund des Mindestlohnes aufgeben? Welche Arbeitsplätze wurden durch den Mindestlohn vernichtet? Derzeit ist die Arbeitslosenquote, trotz Mindestlohn auf dem Tiefststand.

Für ihn ist es scheinbar ok, wenn die Reinigungskraft für 5 Euro die Stunde schafft und dann eben Hartz IV aufstocken muss.  Denn 5 Euro die Stunde waren keine Seltenheit, bevor der Mindestlohn eingeführt wurde. Statt Mindestlohn würde er lieber die Steuer senken.  Doch was nutzen Steuersenkungen denen, die auf Grund geringer Einkommen keine Lohnsteuer zahlen? Steuersenkungen nutzen wieder nur im großen Stil Bezieher höherer Einkommen. Jeder Bürger des Landes, der 40 Stunden die Woche arbeitet, sollte auch gut von seinem Einkommen leben können.

Weiter findet Wanderwitz, dass im Koalitionsvertrag “Viele gute Kompromisse und viel eins zu eins Unionswahlprogramm” enthalten ist. Wanderwitz war als Verhandler des Koalitionsvertrages tätig.
Ein Kompromiss ist und bleibt NUR ein Kompromiss. Die Union hat mit dem Koalitionsvertrag einzig den Posten von Frau Merkel gerettet. Ein “wir haben verstanden” sieht leider anders aus. Er sieht im Koalitionsvertrag ein “echtes Zukunftsprogramm”. Hier fragt sich nur, für wen? Klar, für Wanderwitz ist sein Abgeordneteneinkommen und spätere Rente für die nächsten Jahre wieder gesichert. Er kann mit diesem Vertrag positiv in die Zukunft schauen, doch der einfache Bürger auch?

Herr Wanderwitz, lebensfremd scheinen sie zu sein. Bei einem vom Steuerzahler finanzierten Einkommen wie das ihre, kann es schon vorkommen, dass man die Augen vor der Wirklichkeit verschließt. Vielleicht sollten sie als Abgeordneter einmal 6 Monate mit Mindestlohn auskommen müssen, damit sie die Probleme der Bürger wieder kennenlernen und verstehen können!

Wanderwitz verlor massiv zur letzten Bundestagswahl an Wählerstimmen, nicht zuletzt auch, weil er die Sorgen und Nöte der Menschen in seinem Wahlkreis nicht erhört und sich zu voll und ganz hinter Merkel stellt. Mit seinen Aussagen spaltet er mehr, statt zu vereinen.

Ein Kommentar

  1. Würde der Freibetrag entsprechend steigen, käme das einer Steuersenkung gleich. Zweitens müsste auch der Mindestlohn kräftiger steigen als bisher – schließlich gilt das Lohnabstandsgebot, also die Vorgabe, dass Erwerbsarbeit finanziell attraktiver sein soll als der Bezug von Sozialleistungen.

     

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