Donbass – Das vergessene Leid

 

Während alle über Syrien sprechen, wird über eine Region in Europa der Deckmantel des Schweigens gehüllt. Es ist die Region in einem Nachbarland der EU, der Donbass in der Ukraine.

Wir erinnern uns noch alle an die skandalträchtige, teilweise verlogene Berichterstattung der Systemmedien. Hier wurden Faschisten und Nazijünger als Helden und Befreier gefeiert, bis es sich herausstellte, dass der Deutsche dem Lügenmärchen der Politiker und der Presse keinen Glauben mehr schenkte. Doch warum schweigen die Politik und die Medienwelt so beharrlich über die Zustände im Donbass? Liegt es daran, dass es ja „nur“ Russen betrifft, die dort in Kälte und unter Beschuss ausharren? Ist man sich der Schuld am Leid der Menschen bewusst und verschweigt diese auf Kosten der  dort lebenden Menschen?

Wir sprachen zu diesem Thema mit Ksanka (Name verändert). Sie ist verheiratet mit einem Deutschen und lebt schon seit 15 Jahren in Deutschland. Sie und ihr deutscher Ehemann haben vor dem Krieg das elterliche Wohnhaus mit Baumaterialien aus Deutschland in Eigenleistung renoviert und auf westlichen Standard umgebaut. Nun musste sie kurzzeitig zurück in ihre alte Heimat, da leider ihre Mutter verstarb.

Hier ein Kommentar von ihr, welches das Leid und Elend dort beschreibt:

„Ich habe echt lange überlegt ob ich mein erlebtes über die Beisetzung meiner Mama hier berichte. Meine Eltern leben in mitten des Kriegsgebietes. Vor 4 Jahren war ich das letzte Mal dort, wir hatten mehr oder weniger telefonisch Kontakt. Über die katastrophalen Zustände im Donbass berichtet keiner. Das menschliche Leid ist unbeschreiblich, mir fehlen immer noch die passenden Worte. 

Sind die Menschen im Donbass keine Menschen? Oder warum interessiert es niemanden? Es ist schlimmer als schlimm. Bei -15 °C Außentemperatur kein Gas zu haben, Steinkohle ist unbezahlbar, ihr könnt euch das nicht vorstellen. Es ist ein menschenunwürdiges Leben und die Menschen im Donbass leben damit und dies seit über 2 Jahren. Überall wo man hinschaut sieht man die unglaublichen Zerstörungen, ganze Fabriken wurden den Erdboden gleichgemacht. Brücken und Straßen sind unpassierbar, die Infrastruktur ist für Jahrzehnte zerstört. An der innerukrainischen Grenze zum Donbass sieht man, schwerbewaffnete Soldaten und schweres Kriegsgerät, die einzelnen Kontrollpunkte sind vermint.

Die Vielen die geflüchtet sind, werden ihre Heimat nie wieder sehen. Selbst meine Familie ist zerrissen. Meine große Schwester flüchtete beim Kriegsbeginn nach Sotschi und meine kleine Schwester mit ihrer Familie suchte Schutz in Charkiw, wo sie noch immer als Kriegsflüchtlinge untergebracht sind. 1 Zimmer 8m² für einen 3 Personen Haushalt. Im Haus sind 10 Familien untergebracht und Miete muss für diese Kloake auch noch bezahlt werden. Für alle gibt es eine Gemeinschaftsküche und Bad, richtig für alle 10 Familien. Ich selber musste dort 3 Tage mit verbringen. Einen Tag nach der Beisetzung fing der Beschuss der Region an, ich hatte Angst, ich hatte Todesängste. Dafür gibt es keine Worte.

Ich möchte den Menschen im Donbass helfen und Hoffnung auf Frieden geben. Die Frage ist, wie und womit kann man am besten helfen? Der durch die EU finanzierte Krieg mit all seinen korrupten Politikern fordert ein unbeschreibliches menschliches Leid. Wenn der deutsche nicht aufpasst, dann wacht er in mitten eines Bürgerkrieges auf, so war es zumindest vor 3 Jahren in der Ukraine. Damals hat auch keiner vom Krieg gesprochen.

Für alle die mich und meine Familie unterstützen möchten, bin ich sehr dankbar.“

Wer Ksanka und ihre Familie unterstützen möchte, kann sich gern an uns wenden, wir werden den Kontakt weitergeben. Wir haben dazu eine spezielle Emailadresse eingerichtet:
donbass_hilfe@patriotenpost.de

Anmerkung der Redaktion:
Uns als Redaktion ist Ksanka unter ihrer wahren Identität bekannt. Aus Schutz vor Repressalien ihrer Familie im Donbass möchten wir jedoch  ihre Anonymität wahren.

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