Verfassungsschutzbericht 2016 Sachsen und die Medien

 

Verfassungsschutzbericht 2016 Sachsen vorgestellt

„Zahl der rechtsextremen Straftaten in Sachsen erneut gestiegen“ (Zeit vom 25.04.2017)
„Zahl der rechtsextremen Straftaten steigt erneut“ (N-TV vom 25.04.2017)
„Sicherheit: Zahl der rechtsextremen Straftaten in Sachsen erneut gestiegen“ (Die Welt vom 25.04.2017)

Nur einige Titel der Systempresse, welche wir gestern lesen konnten. Grund war die Vorstellung des „Verfassungsschutzbericht 2016“ vom sächsischen Verfassungsschutz.
Lesen wir die Überschriften und analysieren dabei den echten Verfassungsschutzbericht erkennt man schnell, wie wieder postfaktisch und hetzerisch gegen den Freistaat Sachsen geschossen wird.

Hier kann niemand der Presse unterstellen, sie hätten gelogen. Die Zahlen sagen das auch so aus. Doch betrachtet man die Zahlen genau, hätte eine Schlagzeile auch lauten können:
„Zahl der rechtsextremistischen Gewalttaten in Sachsen um 28% gesunken“

In Sachsen gab es im Jahr 2015 genau 2.234 Straftaten, 2016 erhöhte sich die Zahl um 146 auf 2.380 Straftaten. Hier zählen ALLE Straftaten hinzu, wie das Tragen von verfassungsfeindlichen Kennzeichen und das Zeigen des Hitlergrußes. Betrachtet man die relevanten Straftaten erkennt man einen deutlichen Rückgang. So sind die Gewaltstraftaten von 201 im Jahr 2015 auf 145 im Jahr 2016 zurückgegangen.

Linksextreme Gewalt

Die Zahlen der linksextremen Gewalttaten sind ebenfalls gesunken. Gab es im Jahr 2015 noch 283 Gewalttaten, liegen diese im Jahr 2016 bei 102. Begründet wird dies mit weniger Demonstrationen wo die linksextremen teilnehmen konnten und aber auch mit einem personell und strukturell geschwächten Klientel der Linksextremen. Als weiterer Punkt wird die starke bündnispolitische Orientierung gesehen. Daraus könnte man schließen, dass die Linksextremen sich mehr in Parteien und Gewerkschaften organisieren.

Fazit
Interessant ist aber auch ein Fakt. 2015 gab es 283 linksextremistische Straftaten und „nur“ 201 rechtsextremistische Straftaten. Doch laut Staatsmedien und Politik hatten wir 2015 kein linkes, sondern ein rechtes Problem.

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