Was ist nur in Frankreich los?

 

Was ist nur in Frankreich los?

Man hört nicht viel und liest recht wenig.

Jedoch, brennende Polizeiautos, 10.000e auf der Straße, Blockieren von Raffinerien, Versorgungsengpässe im Land etc.

Wenn man sich die Mühe macht, etwas genauer in unser Nachbarland zu blicken, findet man die unterschiedlichsten Reaktionen und Erklärung unsere Medien.

 

Auszug und Erklärung über die Geschehnisse in unserer Presse:

„Die Arbeitsmarktreform soll das Arbeitsrecht flexibler machen. Für Unternehmen soll es damit leichter werden, Jobs zu schaffen – das Land leidet seit Jahren unter einer hohen Arbeitslosigkeit. Die Regierung betont, dass es zugleich mehr Rechte für Arbeitnehmer gebe, zum Beispiel Unterstützung für benachteiligte junge Menschen. Gegner fürchten dagegen um Arbeitnehmerrechte, seit Monaten gehen immer wieder Menschen gegen das Projekt auf die Straße.“ (Quelle: Tagesspiegel)

Man will also, so sagt man es uns Deutschen, das Arbeitsrecht flexibler machen, den Unternehmen die Möglichkeit geben Jobs zu schaffen, die Rechte für Arbeitnehmer stärken und benachteiligte junge Menschen unterstützen. Das klingt ja super! Oder?

Wie will man das schaffen?

Durch folgende Änderungen:

 

  • Lockerung des Kündigungsschutzes
  • Vetorecht der Gewerkschaften gegen Betriebsvereinbarungen sollen beschnitten werden
  • die erlaubte Tagesarbeitszeit soll auf 12 Stunden steigen
  • Ruhezeiten sollen gekürzt werden
  • Betriebsbedingte Kündigungen sollen schon bei einem Umsatzrückgang innerhalb eines halben Jahres möglich sein.

 

Ja, wir sind auf dem Weg endlich einig in Europa zu werden! Denn jeder, der etwas gegen aktuelle politisch desaströse Entscheidungen in seinem Land hat, ist ein Rechter, ein Populist, ein Nazi und Rassist! Europäische Einigkeit, es stimmt, wir sollten die Türkei aufnehmen, passt gut in unseren diktatorischen Völkerbund- völlig am Volk vorbei regieren- und es uns dann als Demokratie verkaufen.

 

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“  (Egon Bahr)

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