Was bringen Diskussionsrunden wirklich?

 

Fragen? Keine. (weggetreten)

“Das Bild des fremdenfeindlichen Ostdeutschen in den Medien“ dies war das Thema, welches am 19.03.2018 im Kulturhaus in Aue zur Diskussion stand. Zur Diskussionsrunde stellten sich Aues OB Heinrich Kohl, Theologe Frank Richter und die Journalisten Thomas Liersch (“Freie Presse”) und Stefan Locke (FAZ); moderiert wurde das Ganze von Tobias Andrä (parteiloser Stadtrat in Aue).

Der Saal war mit circa 80 Leuten mäßig gefüllt und wie so oft war die Jugend nicht vertreten.
Der Moderator begrüßte die Gäste, stellte kurz die Herren auf dem Podium vor und erläuterte die „Regeln“. Sachlichkeit, keine Hetze und bitte keine rassischsten Äußerungen. 45 min wird er Fragen an die auf dem Podium vertretenen Gäste stellen und dann wird es 45min lang die Möglichkeit geben, dass wir – die Bürger- Fragen stellen können. Soweit das Konzept und das Thema.

Diese Zeilen hier, dienen nicht dazu um Inhalte wiederzugeben, sie sollen vielmehr ermutigen auf eben solche Veranstaltungen zu gehen und andererseits Konzepte zu optimieren.

Die ersten 45min waren mäßig interessant. Der Moderator krallte sich an seinen Fragen auf dem Zettel fest und lies alle zur gleichen Frage nacheinander antworten. Diese Fragen wurden mehr oder weniger oberflächlich beantwortet und entzündeten eben keine Diskussion.
Die zweiten 45min waren nicht viel anders. Als die Anwesenden Bürger nun endlich die Möglichkeit hatten Fragen zu stellen, kamen keine. Jeder einzelne welcher sich zu Wort meldete gab mehr oder weniger ein Statement ab. Man legte seine eigene Sicht der Dinge dar und ging auf Aussagen ein welche vorab von einzelnen auf dem Podium zu Fragen geantwortet wurden. Es kam keine Diskussion zu Stande; wie auch, wenn die Fragen welche in den Raum gestellt werden getrennt von „geladenen Experten“ und anwesenden Bürgern „beantwortet“ werden.

Keine Fragen? Alles bestens?

Man könnte nun sagen: „Ok, wenn es keine Fragen gibt, dann ist ja alles bestens.“ Aber dies ist ein Trugschluss. Das Phänomen des „keine Fragen stellen“ ist mir in der letzten Zeit häufiger aufgefallen.
Dies kann verschiedene Gründe haben.

Eine Frage stellt man einer Person aus 2 Gründen:
Entweder weil man sich sicher ist, das eben diese Person eine Antwort auf die Frage geben kann, oder weil man die Person „bloßstellen“ will. In dem hier vorliegenden Fall gab es keine Fragen, da die geladenen Gäste weder Entscheidungsträger waren noch etwas „bewegen“ können. 2 Medienvertreter welche sich entschieden dagegen aussprachen, dass die Presse nicht objektiv berichtet O-Ton: „Man beleuchtet stets beide Seiten und lässt die Pro und Kontra Seite zu Wort kommen.“ Ein Theologe und Publizist, welcher sicher den Ernst der heutigen Lage erkannt hat, aber durch das Konzept der Veranstaltung – welches keine Diskussion aufkommen ließ – leider Unterging sowie diskussionswürdige Punkte versickerten und ein OB welcher naja „da war“ und in typischer CDU Manier nicht auf Fragen einging sondern seine Aussagen relativierte.

Ein weiterer Punkt der dazu beiträgt das die Bürger keine „klassische Frage“ stellen ist m.E. folgender:
Die Leute haben es satt! Sie wollen gehört werden, sie wollen aktiv in eine Diskussion eingebunden werden. Sie wollen antworten wenn ein Medienvertreter sagt: “Wir sind fair.“ Sie wollen sich an solch einem Punkt melden und sagen „Ich habe aber folgendes erlebt/ gelesen.“ Sie wollen Ihre Sicht auf die Dinge der Zeit wiedergeben und in die Diskussion aktiv eintreten. Sie sind es leid Fragen zu stellen, welchen im Endeffekt ausgewichen wird, da der welcher die Frage zu beantworten hat die Antwort so formuliert das er „nichts zu befürchten hat“. Der Bürger ist es leid versprechen und Ausflüchte zu hören, er will Taten sehen.

Eine Frage setzt voraus das man vom gegenüber das Gefühl hat das er eine Lösung hat, an einer Lösung arbeitet oder gute Ideen hat. Eine Diskussion mit darstellen der eigenen Sicht, sorgt dafür das man gemeinsam über ein Thema redet eventuell einen Konsens findet und mindestens seinen eigenen Standpunkt überdenkt und diesen vielleicht sogar durch gute Ansichten etc. welche man kennenlernt optimiert.

Mit derartigen oben genannten Konzepten, werden wir nichts ändern in unserem Land und man könnte meinen, dass dies so gewollt ist.

Hier einmal ein guter Bericht in der Tagespresse:
https://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/AUE/Keinen-Riss-in-der-Gesellschaft-zulassen-artikel10162916.php

Ein Kommentar

  1. Es wäre zu schön mit seiner Meinung etwas zu verändern – ABER was in unserer Heimat Deutschland abgeht ist nicht mit gesundem Menschenverstand zu beschreiben! Der Islam, welcher nach den Gedanken unsrer Politiker zu Deutschland gehört, ein frauenfeindlicher, tief mittelalterlicher , geistig minderbemittelter, fanatischer Glaube soll uns unsre Würde und unsre Heimatliebe nehmen! Es ist für mich unbegreifbar, daß seit Ende 2015 versucht wird uns Deutsche allmählich auszurotten! Sind wir zu klug, zu strebsam, zu erfolgreich, zu pünktlich, zu arbeitsam, zu selbstlos, zu gehorsam, zu naturlieb, zu tierlieb, zu offen für allles…!
    Mir kommt es so vor, dass alle unsre (vom Volk gewählten) Vertreter einer unbeschreiblichen Gehirnwäsche unterzogen werden und danach nicht mehr klar denken können! Alles was tatsächlich passiert nicht mehr wahrnehmen und einfach ausblenden!
    Ich glaube, wir Ostdeutschen kennen die Gefahr mehr denn je, die von diesem Gesamterscheinen ausgeht—

     

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