„Pops in der Hose“ – Die AFD Sachsen zu Gast in Chemnitz

AfD
 

Jörg Urban und Carsten Hütter
AfD Fraktion vor Ort – Bürgergespräch zur Landespolitik

Unter diesem Motto lud die AfD Sachsen nach Chemnitz ein, um in den Dialog mit dem geneigten Wähler zu kommen. Gute 90 Gäste besuchten die Veranstaltung, der Saal war somit gut gefüllt und es konnte losgehen. Pünktlich 19 Uhr ging es dann auch los, nach einer kurzen 2 minütigen Begrüßung durch Jörg Urban, Parteichef Sachsen und Fraktionsvorsitzender im Landtag und Carsten Hütter (Schatzmeister AfD Sachsen) startete eine kurze 13 minütige Präsentation. Sie zählte die Mitglieder der Fraktion auf und rief die Wahlergebnisse des Landtagseinzuges in Erinnerung. Von ehemals 14 Abgeordneten sind noch 9 übrig, da sich 5 den „Petryflügel“ mit angeschlossen haben.

Ein kurzes Zahlenwerk (kleine Anfragen, Redebeiträge etc) verdeutlichte die Arbeit welche bereits geleistet wurde. Abschließend wurden Kernthemen benannt, welche den Anwesenden Bürgern gleichzeitig ein Themenbeispiel für Fragen sein sollte (Schulpolitik, Innere Sicherheit, Justiz, ländlicher Raum, Russlandsanktionen und Migration /Islam).

Lehrermangel und Forschung

19:15 Uhr war es dann soweit, die Einleitung war vorbei, es konnten Fragen gestellt werden. Die Fragen zu konkreten politischen Inhalten waren recht überschaubar.

Es wurde kurz das Thema „Lehrermangel in Sachsen hinterfragt“, wie hier die Herangehensweise der AfD ist. Antwort Urban/Hütter: Verbeamtung ist sicherlich ein Punkt, welcher eine Rolle spielt und dazu beiträgt, dass junge Lehrer nach dem Studium vermehrt in andere Länder gehen. Jedoch liegt nicht nur hier die Lösung. Der Beruf an sich muss attraktiver gestaltet werden. Es müssen konkret Anreize geschaffen werden um Lehrer vor allem im ländlichen Raum zuhalten/zu bringen. Dabei dürfen auch strukturschwache Regionen nicht vernachlässigt werden. Stipendien durch den Freistaat, welche den Jungen Lehrer verpflichten hier zu bleiben sind ebenso Teil der Lösung wie eine generelle Aufwertung vom Beruf. Verbeamtung allein, löst nicht das Problem.

Eine Frage ging in die Richtung Forschung. Sachsen ist ein Hochtechnologie Standort, hier sollten konkrete Investitionen gemacht werden (Thema Akkus, Speicherkapazität von alternativen Energiequellen). Urban meinte, das die AfD das ebenso sieht. Hier müssen vor allem Mittel, welche der Freistaat Ende 2018 aus nicht benötigten „Rettungssteuergeldern“ für die Sachsen LB (800. Mio €) erhält, intelligent investiert werden müssen. Es gibt natürlich die Gefahr, dass die CDU, welche aktuell den Ministerpräsidenten stellt, mit diesen Mitteln dem Wähler versprechen macht, nur um Stimmen für 2019 zu sammeln. Versprechen die am Ende wieder nichts taugen und nicht umgesetzt werden, Die AfD wird aber mit Nachdruck aufpassen, dass diese Gelder sinnvoll investiert sind. Im Groben war es das schon auch, was politische Fragen, was Kernfragen waren, welche der Bürger stellte.

Was den Bürger wirklich bewegt.

Das heißt nicht, dass die Diskussion vorbei war. Der Bürger hatte andere Fragen. Wann werden Bürgerbewegungen unterstützt? Wann hört man was von der AfD Sachsen? Wo seid Ihr? Was ist mit dem „Petryflügel“ los. Dem Bürger fehlt die Unterstützung. Er merkt nicht, dass die Partei wirklich da ist. Es wird nur geredet von „wir müssen gemeinsam“, aber der Bürger fühlt sich allein. Es war eine Lehrstunde für die beiden AfD-ler. Die Leute wissen, dass Sie von CDU, SPD und Co nicht viel zu erwarten haben. Sie haben die „Schnauze voll“. Sie setzen ihre letzte Hoffnung in eben diese AfD. Doch Sie wollen nicht allein kämpfen, nicht immer nur hören Ihr müsst tun. Sie erwarten – und das mit Recht – Hilfe und keine Distanziererei und Relativiererei.

Die Leute wissen, das auch Kommunalwahlen in Sachsen anstehen. Sie ermutigen und ermahnten sich gegenseitig sich zu stellen, zu eben diesen Wahlen um eine solide Bürgerbasis zu schaffen für die Zukunft. Aber Sie erwarten ordentliche und produktive Hilfe und eben auch ein wirksameres öffentlicheres Auftreten der Partei mit konkreten Taten!

Der Abend hat eines gezeigt:

Fast 100 Leute waren da. Leider war der Altersschnitt bei über 55 Jahren – fehlt der Jugend der Elan? Oder ist es ihr egal? Der Abend zeigte das die Bürger begriffen haben und auf Augenhöhe mit den Parteien reden wollen. Sie wollen aber als Teil betrachtet werden wollen – ob Mitglied oder nicht, als Wähler eben! Sie wollen mitgestalten!
Der Abend zeigte aber auch, das 100 Leute kommen wenn ein Name ruft, aber wenn der Stammtisch ruft und kein Name voran steht, treffen sich leider nicht diese 100 Leute – was aber nötig und wichtig wäre.
Und der Abend zeigte, dass man Dinge eben bei Namen nennen muss! Leidenschaftlich sollte der Partner sein, wenn man redet. Es sollte dann eben nicht „Der Pops in der Hose“ sein, den man als Aussage bringt (häufige Wortwahl von Hütter), sondern das Kind beim Namen genannt werden.

Es ist der „Arsch in der Hose!“ den Herr Hütter aussprechen muss.
Denn so ohne Leidenschaft in der Sprache, nimmt man einem die Leidenschaft fürs mitreden lassen wollen des Wählers nicht ab

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